Verfasst von: muenki | 4 November, 2009

Ich bin geimpft

Quelle: www.spiegel.de

Quelle: www.spiegel.de

Wenn sich in Deutschland etwas schnell verbreitet, dann die Panik-Pandemie. Schlugen sich Bundesbürger 1999 bei der Sonnenfinsternis um die letzten SoFi-Brillen und 10 Jahre später um matte 40-Watt-Glühbrinen, so nimmt die Panik derzeit rund um die Schweinegrippe täglich zu. Noch haben die Kritiker der Impfung gegen die Krankheit die Oberhand, doch die Impfzahlen steigen täglich, obwohl es nicht für jeden in unserem Lande einfach ist, sich gegen H1N1 immunisieren zu lassen.
In Rheinland-Pfalz herrschte bis Anfang der Woche die große Ratlosigkeit. Ärzte verwiesen auf die Ämter, die Ämter fühlten sich nicht zuständig. Seit Montag gibt es nun eine Liste der Impf-Ärzte, die aber nur außerhalb der Sprechzeiten zehn Patienten gemeinsam impfen. Kommen zu dem Termin keine zehn zusammen, fällt die Impfung aus, denn das Serum gibt es nur im Zehnerpack und muss angebrochen nach 24 Stunden entsorgt werden. Auf den Kosten bleibt dann der Arzt sitzen. In Hessen ist das einfacher. In Wiesbaden impft das Gesundheitsamt mit großem, personellen Aufwand. Gleich zu Beginn unterschreiben Impfwillige das Merkblatt rund um Impfung und Nebenwirkungen, dann wird im Nachbarraum die Spritze gesetzt.
Meine Impfung ist nun 24 Stunden her und Nebenwirkungen habe ich keine. Selbst mein Oberarm schmerzt nicht und meine tägliche Joggingrunde über zehn Kilometer war heute morgen kein Problem. Bin ich also im Vorfeld der Panik erlegen und habe mich gegen eine Krankheit impfen lassen, die in den meisten Fällen milde verläuft? Nein, ich habe Verantwortung gegenüber meiner Familie. Fälle von infizierten und schwer behandelbaren Kleinkindern und Schwangeren, die zur Risikogruppe gehören, sollten jeden Familievater als potentiellen Virenüberträger neben der Diskussion um die Lobby-Arbeit der Pharma-Industrie sensibler für das Thema machen.

Verfasst von: muenki | 22 September, 2009

Die Sache mit der Anruferin und dem nackten Mann

Quelle: www.haustechnik-kratz.de

Quelle: www.haustechnik-kratz.de

In Amerika hat ein 91 jähriger Mann, mit einem Revolver bewaffnet, einen Einbrecher in die Flucht geschlagen. Dabei stand der Rentner dem Ganoven komplett nackt gegenüber. Welch´ eine kuriose Situation. Da habe ich mir erlaubt, in meiner Sendung rein hypothetisch nachzufragen, ob der Einbrecher nun wegen der Waffe oder wegen des nackten Anblicks die Flucht ergriffen hatte. Prompt klingelt das FFH-Hörertelefon. Eine höfliche aber sehr erboste ältere Dame nannte meine Moderation „menschenverachtend“ und empfahl mir mehr Achtung vor dem Alter. Nach einem längeren Gespräch konnte ich die Frau wieder beruhigen, dabei gab  ich ihr natürlich in allen Anklagepunkten Recht, und wir gingen friedlich auseinander. Erst kurz vor dem Einschlafen kam mir die Idee, warum die Anruferin mit ihren Anschuldigungen komplett falsch lag:
Sie warf mir vor, dass ich mich über die Nacktheit eines 91 jährigen lustig gemacht habe. Das stimmt, allerdings war bei dieser Geschichte das Alter des Protagonisten vollkommen nebensächlich. Hätte ich den Mann in meiner Moderation 40 Jahre jünger gemacht und somit über einen 51 jährigen Hausbesitzer gesprochen, der nackt mit unmotiviert hängendem Gemächt, vielleicht nur mit Socken bekleidet den Einbrecher in die Flucht schlug, wäre unser Bild im Kopf ebenso kurios. Auch ein 30 jähriger, der aus dem Schlaf gerissen mit Bauchansatz, verstrubbelten Haaren und schief sitzender Brille nackt dem Einbrecher gegenüber gestanden hätte, wäre amüsant gewesen, und hätte meine Frage nach dem wahren Grund der Flucht des Einbrechers gerechtfertig. Aber die besten Argumente fallen einem immer zu spät ein.

Verfasst von: muenki | 22 September, 2009

Ausgehtipp für Donnerstag

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